Kolumne: Keine Angst vor der AfD

Die Änderung der Regeln für die Auswahl der Alterspräsidenten war falsch.

Schade, dass sich Norbert Lammert, einer der klügsten, auch witzigsten Parlamentspräsidenten, die der deutsche Bundestag in seiner Geschichte hatte, mit einer so armseligen Initiative in den Ruhestand verabschiedet. Es war seine Idee, die Regeln für die Auswahl der Alterspräsidenten zu verändern. Die CDU ist dafür, die SPD auch.

Nach Ostern will der Bundestag darüber entscheiden, dass zukünftig nicht der älteste, sondern der dienstälteste Abgeordnete die erste Sitzung des Parlaments nach einer Wahl eröffnet. Volker Kauder sagte zur Begründung, man brauche viel Erfahrung, um eine so große Versammlung zu leiten. Als seien die konstituierenden Sitzungen der letzten Jahre immer im Chaos versunken.

Es ist kein Zufall, dass Lammert dies zu einem Zeitpunkt vorschlägt, als sich abzeichnete, dass das Amt nach der Wahl einem Abgeordneten der AfD zufallen könnte. Natürlich kann niemand wollen, dass der Politiker einer Partei, die rassistische, illiberale, antieuropäische Ideen propagiert, die Deutschland abschotten will, diese herausragende Position des Alterspräsidenten einnimmt. Ja, man sollte versuchen das zu verhindern. Aber...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

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