Kombiwache am Alex: Polizeiwache am Alexanderplatz soll ans Toilettenhaus

Der vom Innensenator Geisel geplante Pavillon wird von der Weltzeituhr fortgerückt. Aber noch fehlt ein Bauantrag.

Für die rot-rot-grüne Koalition und den Innensenator Andreas Geisel (SPD) ist es ein sicherheitspolitisches Kernprojekt: In einer Kombiwache sollen Landespolizei, Bundespolizei und bezirkliches Ordnungsamt auf dem Alexanderplatz Präsenz zeigen. Der Pavillon wird wohl neben dem Berolinahaus des Architekten Peter Behrens entstehen, auch wenn die letzte Entscheidung noch offen ist.

Die Polizei wollte am liebsten einen Container oder eine Art Pavillon mitten auf den Platz in der Nähe der Weltzeituhr stellen. Dort wären die Beamten für jedermann sichtbar und hätten auch möglichst weite Teile des Platzes gut im Blick. Die Kommunalpolitiker im Bezirk Mitte, allen voran Stadtentwicklungsstadtrat Ephraim Gothe (SPD), halten diesen Standort jedoch für nicht glücklich, schon aus denkmalpflegerischer Sicht. Gothe versicherte jedoch auf Nachfrage, nichts gegen einen Pavillon oder Container zu haben, nur direkt neben der berühmten Uhr aus DDR-Zeiten wäre das eben unpassend.

Er könne sich aber vorstellen, die Wache neben den Eingang zu der Toilettenanlage zu stellen, sagte Gothe. Auch Geisels Sprecher versicherte, dass dies der favorisierte Platz sei. Gothe sagte, er habe gemeinsam mit dem Landeskonservator Jörg Haspel und Senatsbaudirektorin Regula Lüscher weitere mögliche Standorte durchgesprochen. Noch liege ihm aber kein Bauantrag vor. Die Innenverwaltung bestätigte am Freitag, dass es noch kein Design für den geplanten Modulbau mit einem Grundriss von acht mal neun Metern gebe.

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