Kommentar zur AfD: Frauke Petry und die Partei stoßen an ihre Grenzen

Die AfD wird bleiben, aber: Der erste Lack ist ab.

Schönen Gruß von Bernd Lucke. Falls Sie nicht mehr wissen, wer das ist, auch nicht schlimm, nur so viel: Schlauer Hamburger Wirtschaftsprofessor, der 2013 die AfD gründete, weil er sich über EU, Euro, Schuldenkrise, Bankenkrise, Griechenland und ähnliches furchtbar geärgert hatte. Er startete mit seiner neuen Partei durch, getragen von Unmut und einer Populismuswelle , musste erleben, wie Fremdenfeindlichkeit, Rechtsradikalismus und dubiose Typen in sein Lebenswerk einsickerten und er und sein Baby AfD schnell fremde Leute wurden. Er dachte noch, er sei stark, stellte sich gegen aufziehenden Rechtsdrall und völkischen Mief, drohte mutig mit Rücktritt, hatte aber nicht mitbekommen, dass man ihn nicht mehr wollte und auch nicht brauchte. Das war im Sommer 2015 auf dem Essener Parteitag. Eine kleine freche Frau kam daher und servierte ihn höhnisch grinsend ab, die Menge jubelte.

Schönen Gruß von Bernd Lucke, er weiß, wie Untergang geht. Frauke Petry, die kleine freche Frau von damals, die Lucke beerbte und nun zusammen mit dem Stuttgarter Jörg Meuthen die Partei anführt, steckt gerade im gleichen Schlamassel. Sie redet plötzlich davon, Politik und AfD seien nicht alternativlos für sie, deutet Rückzug an, gewiss kokettiert sie auch damit, und wartet ab, was ihre Worte auslösen.

Kein Bitten, kein Flehen

Das Ergebnis ist bitter für sie: bislang nichts. Niemand im Parteivorstand wirft sich für sie in die Bresche, kein Bitten, kein Flehen: bleib doch. Keine Unterstützung, nur Gleichgültigkeit und abfälliges Schweigen. Soll sie doch. Was auch immer sie auslösen wollte, eins weiß sie jetzt: Ein Großteil der AfD will und braucht sie nicht, als Führungsfigur steht sie isoliert zwischen Parteifeinden. Wenn sie bleiben will,...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

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