Kommentar zu den AfD-Protesten : Ein deutliches Zeichen der Kölner

Am Tag der Proteste gegen die AfD war der vorangegangene Streit weitgehend vergessen.

Natürlich sah es irgendwann wieder aus wie Karneval. Den Vorwurf werden allerdings vor allem auswärtige Beobachter des Demonstrations-Samstags machen. Viel wichtiger ist, dass man in Köln eben doch zusammensteht, wenn es eng wird.

Das hat sich heute auf den diversen Schauplätzen der Proteste gegen den AfD-Parteitag erneut eindrucksvoll gezeigt. Die Querelen im Vorfeld, der Streit der verschiedenen Veranstalter um den besten Demonstrationsplatz, die gegenseitigen Schuldzuweisungen – all das war am Samstag weitgehend vergessen.

Ja, es waren unterschiedliche Demonstrationszüge mit unterschiedlichem Charakter. Doch die Steuerung durch Veranstalter und Polizei gelang weitgehend – und irgendwann mischten sich die Gruppen dann eben, und wenn es beim Fest der Karnevalisten im Grüngürtel war, das sich gerade nach Ende der offiziellen Demonstrationen doch noch eindrucksvoll füllte.

Ein gutes Zeichen

Er habe Angst gehabt, dass die Menschen in Köln kein Interesse mehr an Politik hätten, bekannte Sänger Peter Brings auf der Bühne des Festkomitees. Der heutige Tag hat deutlich gezeigt, dass das nicht der Fall ist. Das ist ein gutes Zeichen.

Und auch die Taktik der Polizei ist aufgegangen. Dass außer ein paar Fensterscheiben nichts zu Bruch ging und – vor allem – niemand schwerer zu Schaden kam, lag sicher auch an der großen Zahl der eingesetzten Beamten.

Es lag aber vor allem an der bewusst deseskalierenden, unaufgeregten Haltung der Polizei. Von Belagerungszustand musste jedenfalls am Samstag in Köln niemand reden. Die Leidtragenden waren allerdings die Geschäftsleute und Wirte in der gesamten Innenstadt, denen der AfD-Parteitag und die Proteste dagegen das Geschäft komplett verhagelte....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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