Kommentar: Albas befremdliche Entscheidung

Die Trennung des Klubs von Trainer Ahmet Caki wirkt hektisch und hilflos. Die selbst geforderte Geduld hatten die Verantwortlichen nicht.

Es ist noch nicht lange her, da wurde ein neuer Hoffnungsträger Alba Berlins vorgestellt. Geschäftsführer Marco Baldi und Sportdirektor Himar Ojeda ließen kurz vor Saisonbeginn im vergangenen September wissen, dass jeder für sich eine Liste mit Kandidaten für den vakanten Trainer-Job beim achtmaligen Basketball-Meister aufgestellt hatte. Man hörte und staunte: Bei beiden hatte es der wenig bekannte Ahmet Caki ganz nach oben auf dieser Liste geschafft. So war die Wahl nur logisch: Der für einen Coach noch junge Türke sollte Alba mit neuen Ideen zu neuen Erfolgen führen. Jetzt endete das Experiment mit der Freistellung des 41-Jährigen, zwei Spieltage vor Ende der Bundesliga-Punkterunde.

Das Vertrauen der Verantwortlichen in die gute eigene Wahl hielt nicht mal ein Jahr. Warum eigentlich nicht? Caki hatte eine Mannschaft übernommen, die zum Großteil nicht nach seinen Wünschen zusammengestellt war. Er sollte Spielern, die über Jahre von seinem Vorgänger Sasa Obradovic auf recht autoritäre Weise angeleitet und zu knüppelharter Verteidigung erzogen worden waren, mit modernerer Trainingsphilosophie und mehr Mut zur Offensive eine neue Basketball-Philosophie vermitteln.

Eine verlorene Saison

Das ist eine komplizierte Aufgabe und lässt sich kaum von heute auf morgen lösen. Nach schwachem Auftakt in die Saison fand das Team dennoch seinen Rhythmus, gewann im Dezember und Januar zehn Bundesligaspiele am Stück, bot teilweise sehr attraktiven Basketball, ehe das ohnehin große Verletzungspech...

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