Kommentar "Augsburger Allgemeine": Ministerpräsidentenwahl in Thüringen

Die "Augsburger Allgemeine" kommentiert die Ministerpräsidentenwahl in Thüringen:

"Die Thüringer Posse hat unsere Demokratie massiv beschädigt. Das vorläufige Ende des Taktierens und der Spielchen ist deshalb eine gute Nachricht. Der AfD ist es zumindest kein zweites Mal gelungen, das Parlament zu blamieren. Ramelow hat keine stabile Mehrheit, aber er wurde mit den Stimmen seines rot-rot-grünen Bündnisses gewählt. Anders als der Kurzzeit-Ministerpräsident von der FDP, war er nicht auf die Unterstützung der AfD angewiesen. Union und FDP haben sich dieses Mal herausgehalten. Das kann man feige nennen. Oder pragmatisch. Jedenfalls war es im Sinne stabiler Verhältnisse richtig. Beide Parteien haben teuer dafür bezahlt, dass sie sich von der AfD haben vorführen lassen. Den höchsten Preis allerdings hat die Demokratie bezahlt."

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