Kommentar: Bei den Berliner Schulen ist keine Besserung in Sicht

Joachim Fahrun

Berlin. Das Positive vorneweg: Nicht jede Berliner Schule bricht zusammen, einige strahlen sogar frisch saniert. Viele Kinder lernen ordentlich bei motivierten Lehrkräften. Die Leistungen sind in der Spitze auch nicht schlechter als anderswo. Die Berliner Schule ist keineswegs flächendeckend die Desaster-Zone, als die sie oft geschildert wird. Genauso gilt aber auch: Das Bildungswesen in der deutschen Hauptstadt ist insgesamt weit entfernt von einem akzeptablen Zustand.

Noch immer ist es in Berlin im Kompetenzstreit zwischen Senat und Bezirken nicht gelungen, die ganz dringenden Sanierungsfälle vorzuziehen und aus der Welt zu schaffen. Mal fällt in Spandau der Putz von der Decke, dann sperrt man in Wedding ganze Aufgänge wegen Schimmel. Die Segnungen des von Rot-Rot-Grün angekündigten Milliardenprogrammes für Sanierung und Neubau sind noch lange nicht bei Schülern, Lehrern und Eltern angekommen. Bisher merken sie nur, dass Schulhöfe mit Mobilbauten vollgestellt werden, um die vielen Schüler überhaupt unterbringen zu können.

Das politische Hickhack darüber, wer welche Projekte mit welcher Struktur bearbeiten darf, hält Schulleiter, Lehrer und Eltern weiter in Unsicherheit. Sie wissen immer noch nicht, welche Schule sich wann für wie lange in eine Baustelle verwandeln wird.

So kompliziert und unbefriedigend die bauliche Situation auch sein mag, die wahre Aufgabe wartet in den hoffentlich bald sanierten Klassenräumen. Die Probleme sind nicht neu. Jeder fünfte Viertklässler kann kaum lesen....

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