Kommentar zum BVB-Bombenleger: Der Stoff, aus dem die Ängste sind

Die Festnahme des Attentäters liefert einen banalen, aber auch beruhigenden Schluss.

Es ist ein Stoff, aus dem   Bestseller gemacht werden. Ein Stoff, der auch von einem der zahllosen Erfolgskrimiautoren unserer Zeit hätte stammen können. Verwegen, mitunter auch  ein klein wenig überdreht, aber für uns,  den von  innerer Unruhe bewegten Menschen des 21. Jahrhunderts, von enormer Spannung – weil eben offensichtlich auch denkbar.

Da das Opfer: ein Fußball-Bundesligist, der sich mit dem Gang an die Börse auch den Gesetzen ebendieser unterworfen hat; ein von Millionen Fans geliebter,   im vergangenen Jahrzehnt  sehr erfolgreicher  Profifußballklub von enormer Strahlkraft, der in Konkurrenz zu anderen  vergleichbaren Unternehmungen die Monetarisierung von Emotionen geradezu zwangsläufig auch als Geschäftsmodell versteht;   der aus dieser Gemengelage heraus gleichwohl vom  Bösewicht als ein leicht verletzliches und perfektes Anschlagsziel wahrgenommen wird.

Dort die Gesellschaft: Menschen, die die Detonation eines Sprengsatzes inzwischen reflexartig als Terrorakt des islamischen Staates oder einer rechtsextremen Gruppierung deuten; die auf ihren Smartphones oder am heimischen Computer gebannt Live-Ticker verfolgen, um ihrer bösen Vorahnung möglichst schnell eine beängstigende Gewissheit zu verschaffen; die sich beim Besuch einer öffentlichen Veranstaltung, sei es  ein Konzert, sei es  ein Fußballspiel, sei es ein Weihnachtsmarkt, nicht mehr sicher fühlen können, weil der Schrecken zum Alltag geworden ist.

Und hier der Täter: ein von den niedersten Beweggründen getriebener Kopf, der die Mechanismen des Geldmarktes versteht – so wie ein 9/11-Insider, von dem es heißt, er habe im...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

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