Kommentar: Die BVG sollte die Beschwerden der Mitarbeiter ernst nehmen

Nur mit einer motivierten Belegschaft wird die BVG die größer werdenden Anforderungen erfüllen können, meint Thomas Fülling.

Es ist noch gar nicht so lange her, da hat die BVG dem jeweiligen Berliner Finanzsenator schlaflose Nächte beschert. Ein Jahresdefizit unter 80 Millionen Euro wurde da schon als Erfolg gefeiert. Inzwischen hat sich das Bild gewandelt. Die Verkehrsbetriebe haben bereits im dritten Jahr in Folge ein, wenn auch kleines Plus erwirtschaftet. Sogar der Schuldenberg, der einst rasant in Richtung Milliardengrenze wuchs, wird nun in kleinen Stücken abgetragen.

Das ist maßgeblich ein Erfolg von Sigrid Evelyn Nikutta, die im Oktober 2010 als erste Frau die Führung der altehrwürdigen, von vielen Besitzständen geprägten kommunalen Verkehrsbetriebe übernahm. Der von ihr vollzogene Kurswechsel zu spürbar mehr Kosteneffizienz löst innerhalb des Unternehmens allerdings nicht überall Freude und Begeisterung aus. Erst vor zwei Jahren musste bei der Straßenbahn der Verkehr monatelang ausgedünnt werden, weil Mitarbeiter in großer Zahl fehlten.

Busfahrer klagten über extrem hohe Belastungen

Deutlich mehr Tramfahrerinnen als erwartet hatten die Rente mit 63 in Anspruch genommen. Nicht unbedingt ein Beleg dafür, dass sie sich im Job rundum wohlfühlten. Im Vorjahr wurden schließlich massive Beschwerden von Busfahrern laut, die über schlechter werdende Arbeitsbedingungen und extrem hohe Belastungen im Berliner Straßenverkehr klagten.

Und jetzt grummelt es auch noch in den U-Bahn-Werkstätten. Dort hat die BVG 2015 ein neues Schichtsystem eingeführt, das das gewohnte Leben und Arbeiten kräftig durcheinander...

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