Kommentar "Dernières Nouvelles d'Alsace": Türkei und Libyen

Die elsässische Zeitung "Dernières Nouvelles d'Alsace" aus Straßburg schreibt über die Libyen-Politik des türkischen Präsidenten Erdogan:

"Recep Tayyip Erdogan greift nicht aus ritterlichem Geist in Libyen ein. Er wandelt damit auf den Spuren des Ottomanischen Reiches, das hier herrschte, als sich die Gegend noch Tripolitanien und Kyrenaika nannte. Damit will Erdogan seinen Ruf eines neuen Sultans und Wiederherstellers türkischer Größe festigen. Die Militärintervention ist zudem der Preis, den er für die Ausbeutung der Gasreserven zahlt, zu denen ihm die Regierung von Ministerpräsident Fajes al-Sarradsch im vergangenen Monat Zugang gewährt hat."