Kommentar zum Fall Akhanli: Erdogan will Macht über uns alle

Der Fall Akhanli belegt den Angriff der Türkei auf die Rechtsordnung Europas.

Ein spontanes Aufatmen: Der Kölner Autor Dogan Akhanli ist nach seiner Festnahme im Urlaub aus spanischem Gewahrsam entlassen worden. Der größte Spuk hat erst einmal ein Ende. Gut so!

In Spanien ist offenbar Verlass auf den Rechtsstaat. Das ist die erste Reaktion, natürlich auch unter dem Eindruck der Anschläge von Barcelona und der erhöhten Anstrengungen der spanischen Behörden zur Terrorabwehr.

Doch sofort danach stellt sich ein zweiter Gedanke ein: Gerät hier nicht gerade schwer etwas durcheinander – im persönlichen Sicherheitsempfinden, im Vertrauen auf vermeintlich selbstverständliche Rechtsstandards und im Gefüge der internationalen Beziehungen?

DJV rät türkeikritischen Medienvertretern, sich vor Auslandsreisen zu informieren

Muss man anfangen, in Europa nicht nur über sichere Herkunftsstaaten, sondern auch über sichere Reiseländer nachzudenken? Der Deutsche Journalistenverband (DJV) rät türkeikritischen Medienvertretern nach Akhanlis Festnahme, sich vor Auslandsreisen über etwaige Haftbefehle oder Fahndungen zu informieren.

Die grimmige Pointe: Wer sich bei Erdogan unbeliebt macht, muss um Freiheit und Unversehrtheit inzwischen nicht mehr nur auf dem Territorium des Potentaten fürchten, sondern überall.

Erdogan hat längst jedes Maß verloren

Erdogan ist dabei, Macht über uns alle zu gewinnen. Rhetorisch ist ihm das längst gelungen. Er...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

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