Kommentar "Frankfurter Allgemeine": Bilanz des Flüchtlingsabkommens

Die "Frankfurter Allgemeine" schreibt ein Jahr nach Inkrafttreten des Flüchtlingsabkommens zwischen der EU und der Türkei:

"Offenbar hat die Türkei dennoch Vorteile. Da ist einmal das Geld, das sie von der EU bekommt. Zum anderen kann sie nicht damit rechnen, dass die Migration, die sie in Gang setzen würde, wieder dort endet, wo die Migranten hinwollen, in Deutschland. Das scheitert an den Barrieren der Balkan-Route. Das Geld, das Schlepper verlangen, ist also besser angelegt, wenn man in der Türkei bleibt. Zynischer Nebeneffekt dieser Überlegungen ist, dass die Verteilungsmechanismen, die sich die EU ausdenken wollte, aus Gründen der Bequemlichkeit nicht zustande kommen. Der 'Türkei-Deal' ist deshalb nicht die Ausnahme. Solche Abkommen werden die Regel sein."

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