Kommentar "Frankfurter Allgemeine": CDU-Vorsitz

Die "Frankfurter Allgemeine" schreibt zur Kandidatur von Merz für den CDU-Vorsitz:

"Die Zuschreibung 'rechts' für die politische Konkurrenz verbunden mit dem Wörtchen 'Ruck' ist mindestens seit den Zeiten der Kanzlerkandidatur von Franz Josef Strauß eines der stärksten Mobilisierungsargumente der Parteien links der Mitte. Und Merz bietet durch die scharfe Abgrenzung zu Merkel und auch mit aktuellen Äußerungen reichlich Stoff für solche Projektionen seiner Gegner, die auch in der Union zahlreich sind. Merz selbst sieht die Gefahr und wehrt sich gegen das Etikett 'rechts', das in seiner radikalen Form allein der AfD vorbehalten ist. Ob indes die von ihm propagierte Wiederbelebung des Labels '(wert)konservativ' reicht, um die CDU gleichermaßen für junge Leute und für zur AfD abgewanderte Wähler attraktiv zu machen? Der CDU-Liberale Laschet hat es im Gespann mit dem Jungkonservativen Spahn da deutlich leichter."

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