Kommentar "Frankfurter Allgemeine": Französische Präsidentschaftswahl

Die "Frankfurter Allgemeine" schreibt über die anstehende zweite Runde der französischen Präsidentschaftswahl:

"In der französischen Präsidentenwahl von 2002 stellte sich noch eine 'republikanische Front' geschlossen gegen den Front National. Heute ist dieser Schutzwall zerbröckelt. Etliche linke Gewerkschaften können sich nicht zu einer Wahlempfehlung für Emmanuel Macron aufraffen. Das Gleiche gilt für den Linksaußen-Politiker Jean-Luc Mélenchon, und selbst im bürgerlich-konservativen Lager tun sich einige mit ihrem Ratschlag schwer. Diese Banalisierung muss Besorgnis erregen. Der Front National steht für Protektionismus, Staatsdirigismus und Fremdenfeindlichkeit. Die Sorgen seiner Wähler sind ernst zu nehmen, doch sein programmatisches Blendwerk hat keinerlei Rücksicht verdient. Dass Marine Le Pen ihre Euro-Austrittsforderung abschwächt, ändert daran nichts."

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