Kommentar "Frankfurter Allgemeine": Giftgas-Attacken in Syrien

Die "Frankfurter Allgemeine" kommentiert die Giftgas-Attacken in Syrien:

"Absurd klingt die russische Version, die syrische Luftwaffe habe in Khan Sheikhoun ein Giftgaslager der Rebellen getroffen, die Toten seien ein bedauerlicher Kollateralschaden. Nach allem, was die ersten Untersuchungen durch Spezialisten der WHO und der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) ergeben haben, wurde der tödliche Kampfstoff Sarin während eines Angriffs gezielt ausgebracht, der nur von syrischen (oder russischen) Flugzeugen ausgeführt werden konnte. Wahr ist aber auch, dass in Syrien alle großen Kriegsparteien über Giftgas verfügen. Der 'Islamische Staat' produziert selbst Senfgas und setzt es auch ein. Die Liste der Kriegsverbrechen wird immer länger. Dass das syrische Regime überhaupt noch nie Chemiewaffen eingesetzt habe, wie Außenminister Muallim nun behauptet, ist jedoch eine Lüge, die dreister nicht sein kann."

(folgt elf)

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen