Kommentar "Frankfurter Allgemeine": Islamgesetz

Die "Frankfurter Allgemeine" schreibt zu den Forderungen von CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn nach einem Islamgesetz:

"Es hat nur vier Tage gedauert, dass der Vorschlag Spahns, ein 'Islamgesetz' auf den Weg zu bringen, bis zur Unkenntlichkeit malträtiert wurde. Die üblichen Einwände: populistisch, verfassungswidrig, 'Schnapsidee'. Den Höhepunkt setzte Omid Nouripour mit der Warnung davor, dass die Kommunisten in China deutsche Pfarrer zum Chinesischsprechen zwingen könnten, wenn Imame in Deutschland Deutsch sprechen müssten. (...) Bei so viel kosmopolitischer Logik werden sicher auch bald die Probleme gelöst sein, die Spahn ansprechen wollte: die ungeklärte Ausbildung und Finanzierung der Imame, die ungeklärte Interessenvertretung der Muslime, die Intransparenz vieler Moscheevereine, von der Hintertreibung der Integrationsbemühungen, die dort mitunter gepflegt wird, einmal ganz zu schweigen. (...) Manchmal scheint es so, als verstünden ihre Regierungen und Parlamente unter Religionsfreiheit die Freiheit der AfD, aus dieser Misere eine Religion zu machen."

(folgt acht)

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