Kommentar "Frankfurter Allgemeine": Libyen-Konferenz

Die "Frankfurter Allgemeine" schreibt zur Libyen-Konferenz:

"Vor neun Jahren musste sich Bundeskanzlerin Merkel anhaltend dafür rechtfertigen, dass die deutsche Regierung nicht bereit war, an der Seite Frankreichs und Großbritanniens das Regime des libyschen Diktators Ghaddafi mit militärischen Mitteln zurückzudrängen. Die damalige Zurückhaltung hat das Ansehen der deutschen Regierung in der Region allerdings eher gestärkt - und dazu beigetragen, dass der Kanzlerin heute von allen Beteiligten Verhandlungskompetenz zugebilligt und Vertrauen entgegengebracht wird. Die dadurch entstandene Führungsrolle wird Konsequenzen haben: Schon ruft der von den UN gestützte libysche Regierungschef, aber auch der neue EU-Außenbeauftragte nach einer internationalen Blauhelmtruppe, um den Frieden und den staatlichen Aufbau in Libyen zu sichern. An beidem (...) wird Deutschland sich maßgeblich beteiligen müssen."

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