Kommentar "Frankfurter Allgemeine": Libyen-Konferenz

Die "Frankfurter Allgemeine" schreibt ebenfalls zur Libyen-Konferenz am Sonntag:

"In der deutschen Hauptstadt werden sich höchste Repräsentanten von Staaten gegenübersitzen, die die Konfliktparteien militärisch, finanziell und politisch unterstützen - und die sich davon auch wirtschaftlich etwas versprechen, Stichwort Öl. Die Teilnehmer müssten also beschließen, sich fortan aus dem Konflikt herauszuhalten. Täten sie das, wäre enorm viel erreicht. Aber dazu müssten sie ihre Interessen anders definieren. Sollte sich gar eine Friedenslösung andeuten, kämen gewiss Anforderungen auf Europa zu, Soldaten für eine internationale Truppe bereitzustellen. Dem dürfte man sich nicht von vornherein entziehen. Wer nicht will, dass die libysche Konfliktmelange nach Europa ausstrahlt, muss sich dort engagieren. Tut man das nicht, kann das schlimme Folgen haben. Siehe Syrien. Oder andere regeln die Dinge auf ihre Weise."

(folgt acht)