Kommentar "Frankfurter Allgemeine": Präsidentschaftswahl in Frankreich

Die "Frankfurter Allgemeine" schreibt zur ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahl am Sonntag:

"Laut Umfragen zum ersten Wahlgang liegen die vier führenden Kandidaten so nah beieinander, dass jeder eine Chance hat, in die Stichwahl zu kommen. Denkbar ist sogar eine Stichwahl zwischen dem Linksaußen Mélenchon und der Rechtsaußen Le Pen. Dieses Szenario versetzt nicht nur die französischen Arbeitgeber und die Börsen in Schrecken, auch Zentralbanker sind ernsthaft besorgt, denn Le Pen wie Mélenchon lehnen den Euro in seiner jetzigen Form radikal ab. Offiziell kommentieren will es keiner aus den Zentralbanken, doch ein solcher Wahlausgang könnte Frankreichs Banken in Turbulenzen bringen. Nun hoffen alle, dass der Mitte-links-Kandidat Macron seinen kleinen Vorsprung behält und dann die Stichwahl für sich entscheidet. Für Deutschland wird aber auch Macron kein gemütlicher Partner. Der Linksliberale fordert Eurobonds, also eine Vergemeinschaftung der Schulden, die zu Lasten Deutschlands ginge, und er hat erst kürzlich Deutschlands wirtschaftliche Stärke als 'unerträglich' bezeichnet."

(folgt elf)

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