Kommentar "Frankfurter Rundschau": Prozess um Anschlag von Halle

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Die "Frankfurter Rundschau" schreibt zum Auftakt des Prozesses um den Synagogen-Anschlag von Halle:

"Erneut startete ein bundesweit beachteter Prozess chaotisch: Gerichtsreporter mussten trotz Akkreditierung und Platzkarten vor dem Landgericht Magdeburg stundenlang in der prallen Sonne ausharren ? der Prozessbeginn um den antisemitischen Anschlag in Halle verspätete sich um Stunden. Beim Verfahren um den Lübcke-Mord in Frankfurt hatten Reporter Mitte Juni Nachtschichten geschoben, um einen der begrenzten Plätze zu ergattern ? die, die einen bekamen, durften weder Laptops noch Smartphones mitnehmen. Auch der NSU-Prozess in München hatte 2013 mit seinem Losverfahren für Unmut gesorgt. Immer mehr verfestigt sich der Eindruck, dass die Berichterstattung hier fahrlässig behindert wird. Es stellt sich die Frage: Wenn man nicht von Schikane ausgehen möchte, ist das Unvermögen?"