Kommentar "Frankfurter Rundschau": Söders Minister-Rochade

Die "Frankfurter Rundschau" schreibt zu Söders Plänen zu Wechseln bei der CSU-Ministerriege:

"Kurz vor der Kommunalwahl im März fällt die Bilanz unerbittlich aus. Der klimafreundlichere Kurs der Partei fruchtet bei Bürgerinnen und Bürgern nicht: Die einen wählen noch rechter, die anderen das grüne Original. Der bayrische Ministerpräsident Markus Söder sucht nun einen Sündenbock. Den sieht er in Berlin. Im Wunsch, das Bild der Partei zu verjüngen, wird er nicht nur seine Rechnung mit Intimfeind Horst Seehofer begleichen, er entfernt auch die Belastung Andreas Scheuer. So richtig es ist, den Verkehrsminister endlich zur Verantwortung zu ziehen, so sehr zeigt dies die Hilflosigkeit der CSU. Söder würde in einer großen Kabinettsumbildung sogar das Innenministerium aufgeben, um seine Partei in einem anderen Ressort neu zu profilieren. Das ist eine Bankrotterklärung konservativen Machtanspruchs. Und es wird der CSU wenig helfen. Es bereitet einzig die künftige schwarz-grüne Regierung in Bayern vor."

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