Kommentar "Freie Presse": Volkswagen

Auch die Chemnitzer "Freie Presse" schreibt zu den Verhandlungen über einen Vergleich für hunderttausende vom Dieselskandal betroffene VW-Kunden:

"Der Rückzug ist ein Schlag ins Gesicht aller Verfahrensbeteiligten. Denn es ist die erste Musterfeststellungsklage, mit der eine Verbraucherorganisation für tausende Kunden Ansprüche durchsetzen könnte. Unabhängig vom endgültigen Ergebnis erweist sich das Instrument zum Schutz der Verbraucher als tauglich. Das Risiko für Unternehmen, für eine Verfehlung teuer bezahlen zu müssen, ist mit dem Massenklagerecht gestiegen. Noch muss das Gericht entscheiden, und der Ausgang ist offen. Mit dem Pokerspiel könnte VW zwar 50 Millionen Euro gewinnen, hat aber das Vertrauen ein zweites Mal zerstört."