Kommentar: Das freie Wlan in Berlin ist ein Baustein zur Smart City

Die Berliner kommen jetzt gratis ins Internet. Bei der Digitalisierung bleibt aber noch viel zu tun, meint Andreas Abel.

Wenn nach jahrelanger Flaute Bewegung in ein Politikfeld kommt, kann man die Bewertung nach dem berühmten halb vollen oder halb leeren Glas vornehmen. Immerhin: Es ist unbestreitbar eine gute Nachricht, dass nun 650 Zugangspunkte an öffentlichen Orten für einen kostenlosen Internetzugang zur Verfügung stehen. Allerdings wollte die Senatskanzlei das eigentlich schon ein paar Monate früher vermelden können.

Aber was sind schon ein paar Monate Verzögerung gegen die acht Jahre, die seit einem Senatsbeschluss ins Land zogen, bis im Sommer 2016 endlich die ersten hundert Hotspots für freies Wlan installiert wurden? Es war eine unselige, aber durchaus Berlin-typische Mischung, die zu dem Kriechgang führte: Einwände aus verschiedenen Senatsverwaltungen, die zweistufige Verwaltung mit zwölf Vertragspartnern, gescheiterte Konzepte, Auflagen des Denkmalschutzes. Berlin proklamierte stets, digitale Hauptstadt zu sein, hinkte aber beim stadtweiten freien Wlan gnadenlos hinterher.

Nun sind wir also einen ordentlichen Schritt weitergekommen. In Krankenhäusern wird auch nach und nach kostenloses Wlan aufgebaut, bei der BVG ebenfalls. Diverse nicht-kommerzielle Freifunk-Initiativen, auch der evangelischen Kirche, sorgen zusätzlich für kostenlosen Internetzugang. Das alles reicht aber noch nicht. Insgesamt müssten nach Überzeugung der Berliner Verwaltung rund 5000 Wlan-Hotspots aufgebaut werden, damit das Netz allein innerhalb des S-Bahnringes flächendeckend funktioniert. Zudem ist der Gratis-Zu...

Lesen Sie hier weiter!

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen