Kommentar "Hannoversche Allgemeine Zeitung": Libyen-Konferenz

Auch die "Hannoversche Allgemeine schreibt zur Libyen-Konferenz in Berlin:

"Der Gipfel markiert erste Schritte einer außenpolitischen Emanzipation der Europäer. Sie wollen nicht länger in Untätigkeit oder einseitiger Parteinahme verharren. Sie versuchen, einen Teil der Leerstelle zu besetzen, die der Rückzug der USA im Nahen Osten und in Afrika hinterlässt. Gewiss bricht deshalb in Libyen noch kein Frieden aus. Die Waffenruhe kann jäh enden; gut möglich, dass weiter Kriegsgerät ins Land sickert. Vielleicht scheitert Merkels 'Berliner Prozess'. Die sonst risikoscheue Kanzlerin geht ein Wagnis ein. Doch der Versuch ist es allemal wert."