Kommentar "Junge Welt": Brexit/Neuwahl in Großbritannien

Die "Junge Welt" aus Berlin schreibt zu den Brexit-Verhandlungen mit Blick auf einen möglichen Machtwechsel nach der kommenden Parlamentswahl in Großbritannien:

"Auch Corbyns Position gegenüber der EU bleibt widersprüchlich. Er redet einerseits von einem 'Brexit im Interesse arbeitender Menschen', hält andererseits den Zugang zum gemeinsamen Markt für eine Priorität. Seine Stärke liegt weiterhin in seiner Ablehnung der Kürzungspolitik der vergangenen Jahre. Wenn er dafür bei öffentlichen Auftritten wirbt, kann er punkten. May kann dies nicht. Sie spricht, wenn überhaupt, nur vor Hauptamtlichen ihrer Konservativen Partei. Für die EU wäre ein Premierminister Corbyn ein Problem. Sollte ein Linkspolitiker die Brexit-Verhandlungen auf britischer Seite in klarer Gegnerschaft zur neoliberalen Austeritätspolitik führen, stünde tatsächlich eine 'Bestrafung' auf der Tagesordnung."

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