Kommentar "Kölner Stadt-Anzeiger": Regierungsumbildung

Der "Kölner Stadt-Anzeiger" kommentiert die von CSU-Chef Söder angestoßene Debatte über eine mögliche Regierungsumbildung:

"Die CSU ist schon lange nicht mehr in einer Position, in der sie über interne Schwachstellen großzügig hinwegsehen könnte. Das gilt für die CDU nicht minder. Merkel ließe gewiss am liebsten alles, wie es ist. Sicher hielte sie gern auch weiterhin ihre Hand über Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier ? der für sie so oft die Kastanien aus dem Feuer holte. Merkel aber tritt 2021 nicht mehr an. Der Kanzlerinnen-Bonus ist weg. Die Bundestagswahl ist auch deshalb so offen wie selten zuvor. Es ist keineswegs garantiert, dass die Union als stärkste Fraktion aus ihr hervorgehen wird. Deswegen haben CDU und CSU tatsächlich Bedarf, nach der optimalen Aufstellung zu suchen. Und optimal aufgestellt ist das Bundeskabinett nicht."

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