Kommentar zur Landtagswahl: Das kleine Saarland lässt die SPD am Schulz-Boom zweifeln

Der Kanzlerkandidat der SPD ist sich in diesem Punkt mit Sigmar Gabriel einig.

Ist ja richtig: Eine Landtagswahl macht noch keinen Bundestrend, sicher. Zumal am Sonntag im Südwesten nur eine gute halbe Million Wähler einen bloß 51-köpfigen Landtag bestellt haben. Und doch blickte die Republik zu Recht auf das Wahlergebnis im Saarland – und kann einige Erkenntnisse gewinnen.

Immerhin wies ja schon die Ausgangslage Parallelen zum Bund auf: Die Regierungschefin von der CDU hatte mit ruhiger Hand, stabilen Zustimmungswerten und braven Sozialdemokraten als Juniorpartner regiert. Annegret Kramp-Karrenbauer in Saarbrücken wollte das auch so belassen – und kann das nun auch. Allerdings hat sie, obwohl überraschend klare Gewinnerin, auch gar keine andere Wahl.

Aussicht auf Rot-Rot-Grün ließ die Union ernsthaft bangen

Und da endet die Vergleichbarkeit der Saar-Wahl mit dem Bund womöglich schon. Denn als Annegret Kramp-Karrenbauer nach der Nominierung von Martin Schulz als SPD-Kanzlerkandidaten den sicheren Favoritenstatus der CDU verschwinden sah, setzte sie konsequent auf Landesthemen und ihre Beliebtheit vor Ort. Zwar müssen die Sozialdemokraten nun den Schock verdauen, dass ein Schulz-Effekt in Meinungsumfragen noch keinen realen Stimmenzuwachs bringt – und dass Linke und Grüne als Mehrheitsbeschaffer noch nicht ausreichen müssen.

Die Union im Bund muss sich allerdings...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

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