Kommentar "Leipziger Volkszeitung": Fall Anis Amri

Die "Leipziger Volkszeitung" schreibt zu Fehlern der Sicherheitsbehörden im Fall Anis Amri:

"Für Jäger wird die Luft dünn. Er ist es, der für das fatale Zögern der Sicherheitsbehörden in seinem Bundesland die Verantwortung trägt. Darauf zielte auch die Bemerkung von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) ab, es hätte frühzeitig die Möglichkeit gegeben, Amri vor seiner tödlichen Terrorfahrt zumindest in Abschiebehaft zu nehmen. Spätestens am 19. Juli 2016 hätte laut Aktenlage aber auch de Maizière klar sein müssen, dass Amri ein islamistischer Gefährder ist, über neun unterschiedliche Identitäten verfügt und einen Anschlag in Deutschland plant. Trotzdem sah offenbar der Bundesinnenminister keinen Grund, gegen Amri vorzugehen. Bei aller Verantwortung Jägers, an der kaum noch Zweifel bestehen, handelt es sich im Fall Amri um das multiple Versagen staatlicher Sicherheitsorgane auf allen Ebenen."

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