Kommentar: Wir müssen über Leitkultur reden

Über Frauen, alte Leute, Atheisten, Russen…

Bürgern im Allgemeinen geht es wie Frauen im Speziellen: Sie wollen zugehört werden. So schön grammatisch-schräg wie treffend formuliert es Michael Gwisdek in dem wunderbar weisen Film „Altersglühen“ über Menschen, die einen Punkt im Leben erreichen, an dem sie etwa ändern wollen, Einsichten suchen und mit Bedacht reden.

Nie ging es so vielen Menschen so gut

An einem solchen Punkt steht unser Land. Vieles ändert sich in rasantem Tempo – ob wir Bürger das wollen oder nicht. Die Verknüpfungen mit der Welt sind unübersehbar vielfältig. Manche Faktoren können wir beeinflussen, andere nicht. Die IT-Revolution verlangt Anpassungen, die nicht jedem gleichermaßen gelingen. Die Gesellschaft sortiert sich neu. Das Land wird reicher: Nie ging es so vielen Menschen so gut. Zugleich schwant den meisten, dass die Sonne nicht ewig über der deutschen Wohlstandsinsel scheint. Wird die allmählich sichtbare demografische Wende den Bruch bringen? Wie werden sich die jungen Leute in zehn bis 20 Jahren zu den immer zahlreicheren Alten stellen? Welche Kultur wird sie dann im Umgang mit ihnen leiten? Werden sie der Generation, die wie keine zuvor selbstbestimmt gelebt hat, auch im Alter und beim Sterben Selbstbestimmung zugestehen?

Wird Europa auseinanderfallen, die Schuldenkrise uns einholen und der Wirtschaftsblüte den Eishauch versetzen? Schafft das Autobauerland Deutschland mit seiner Fossiltechnik die Wende? Das sind nur einige der Schicksalsfragen, zumal solche, die Thomas de Maizière in seinen am Wochenende veröffentlichten zehn Thesen gar nicht aufgeworfen hat. Ihm geht es um die Kultur. Dabei vermischt er Essenzielles mit...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

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