Kommentar: Das Mega-Projekt Schulbau in Berlin hat seine Tücken

Der Berliner Senat investiert in Schulen, doch es fehlt Personal. Das könnte noch für Probleme sorgen, meint Andreas Abel.

Der Senat hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. 5,5 Milliarden Euro will er innerhalb von zehn Jahren in Neubau, Instandhaltung und Sanierung von Schulen investieren. Grundsätzlich ist das richtig. Den Sanierungsstau immer weiterzuschieben, wäre fahrlässig. Und neue Schulplätze für die zusätzlichen Kinder der wachsenden Stadt lassen sich auch nicht wegdiskutieren. Doch mit der Bereitstellung von Geld und der Festlegung von Zuständigkeiten allein ist es nicht getan. Das rot-rot-grüne Schwerpunktprojekt ist daher mit einigen Fragezeichen behaftet.

Erster Unsicherheitsfaktor ist das Personal. Bevor das viele Geld verbaut wird, müssen die Projekte geplant werden. Dabei kommt den Bezirken eine zentrale Rolle zu, solange die Landes­institution, die künftig für Schulbau und -sanierung zuständig sein soll, noch nicht existiert. Doch von den rund 230 zusätzlichen Stellen, die der Senat den Bezirken vorwiegend für die Bau- und Schulämter bewilligt hat, sind erst rund 50 Prozent besetzt, wie Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher am Dienstag einräumte. Es sei schwierig, geeignete Fachleute zu finden, vor allem Bauingenieure seien Mangelware.

Die Planungsverfahren müssen gestrafft werden

Ein weiteres Problem sind die Baufirmen. In allen Gewerken freuen sich die Chefs über volle Auftragsbücher. Das bedeutet aber auch, dass an Ausschreibungen im Schulbereich nicht immer alle Firmen teilnehmen, die eigentlich geeignet wären. Das wirkt letztlich auf den Preis. Am Zusammenspiel von Angebot...

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