Kommentar "Nürnberger Nachrichten": Amnesty-Bericht zur Todesstrafe

Die "Nürnberger Nachrichten" schreiben zum Amnesty-Bericht zur Todesstrafe:

"Wir erleben - gerade jetzt - im Hinblick auf die Todesstrafe eine erschreckende Entwicklung in zwei Staaten, die uns aus unterschiedlichen Gründen sehr nahe stehen. Beispiel eins: die Türkei. Sie hat im Jahr 2004 die Todesstrafe gesetzlich abgeschafft, nachdem die letzte Hinrichtung bereits 20 Jahre zuvor stattfand. Doch nun steht das Land kurz vor der Wiedereinführung. Beispiel zwei: die USA, in denen die Hinrichtung von Menschen traditionell als die legitime Höchststrafe betrachtet wird. Was hier besonders abschreckt, ist die Art und Weise, wie jetzt geradezu serienmäßig Exekutionen praktiziert werden. Und zwar aus dem banalsten aller vorstellbaren Gründe: weil den Gefängnissen die für die Giftspritze benötigten Medikamente ausgehen bzw. demnächst ihr Verfallsdatum erreichen. Nahezu alle Pharmakonzerne liefern nicht mehr für diesen Zweck."

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