Kommentar "Neue Osnabrücker Zeitung": Brexit/EU-Kommission

Die "Neue Osnabrücker Zeitung" kommentiert die ausbleibende Nominierung eines EU-Kommissars durch Johnson:

"Boris Johnson liebt es, Konventionen zu sprengen. Mit der vorläufigen Nicht-Nominierung eines EU-Kommissars stellt der britische Premier das einmal mehr unter Beweis. Die neue Kommission der 27 sollte sich von Johnsons Schrullen aber nicht abhalten lassen, schnellstmöglich die Arbeit aufzunehmen. Doch die Querschüsse aus Britisch-Absurdistan sind nicht das einzige Problem, mit dem Ursula von der Leyen als designierte EU-Kommissionschefin zu kämpfen hat. Noch immer haben nicht alle nominierten Kommissarsanwärter das Okay des Europaparlaments ? mit fataler Außenwirkung. Die Bürger, die bereits im Mai gewählt haben, werden den Eindruck nicht los, die europäischen Institutionen beschäftigten sich vor allem mit sich selbst."

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