Kommentar "Neue Osnabrücker Zeitung": Brexit-Verhandlungen

Die "Neue Osnabrücker Zeitung" meint zum Start der Brexit-Verhandlungen:

"Mal langsam. Jeder, der schon einmal ums liebe Geld gezockt hat, weiß: Am Anfang legt jede Seite Maximalforderungen auf den Tisch, Mondrechnungen eben. Um sich für taktische Spielchen zu wappnen. Auch die EU hat kein Interesse daran, dass Großbritannien wirtschaftlich zurückgeworfen wird. Auch die Briten können nicht ohne den europäischen Markt. Allerdings ist die Brexit-Rechnung der Knackpunkt. Gerade einmal zwei Jahre sehen die EU-Verträge für die Gespräche vor. Das reicht nicht. Es ist zum Beispiel unmöglich, in dieser Zeit ein Freihandelsabkommen abzuschließen. Ohne Übergangsregelungen wird es nicht gehen. Zwar drohen die Briten damit, einfach zu verschwinden, ohne zu zahlen. Ein solcher Vertragsbruch wäre aber eine Katastrophe, die beiden Seiten enormen Schaden zufügt, politisch und wirtschaftlich."

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