Kommentar "Neue Osnabrücker Zeitung": Deutsche Wirtschaftspolitik

Die "Neue Osnabrücker Zeitung" schreibt zur Ausrichtung der deutschen Wirtschaftspolitik:

"Während die südlichen Eurostaaten mit hoher Arbeitslosigkeit kämpfen, herrscht in Deutschland mancherorts Vollbeschäftigung. Und die Bundesregierung wird nicht müde, den Bürger auf sein Glück hinzuweisen. Dabei hat sie nichts dazu beigesteuert. Mit Wertpapierkäufen und Nullzinsen drückt die EZB den Eurokurs und verbilligt Kredite, was Exporteure und Bauwirtschaft freut. Zugleich entlastet das günstige Öl die Verbraucher. Fallen diese Faktoren weg, wird klar werden, dass die Politik Deutschland nicht fit für die Zukunft gemacht hat. Im Gegenteil ließ sie sich zu Dummheiten wie der Rente mit 63 hinreißen. Die Autoren der Frühjahrsprognose haben recht: Es ist höchste Zeit, die Wirtschaftspolitik langfristig auszurichten, die Abgabenlast zu begrenzen und den Etat zugunsten von Investitionen, vor allem in Bildung, umzuschichten. Deutschland erstarrt in Selbstgefälligkeit."

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