Kommentar "Neue Osnabrücker Zeitung": Erdogan-Besuch in Brüssel

Die "Neue Osnabrücker Zeitung" schreibt zum Besuch des türkischen Präsidenten Erdogan am Montag in Brüssel:

"Es liegt an Recep Tayyip Erdogan, ob er das Krisentreffen in Brüssel als Partner oder Gegner Europas verlässt. Stellt der türkische Präsident nicht seine widerwärtigen Erpressungsversuche auf dem Rücken Abertausender Flüchtlinge und Migranten ein, darf die EU nicht klein beigeben. Das wäre politischer Selbstmord. Sie muss vielmehr ihr Arsenal an Druckmitteln nutzen. Kredite, Waffenlieferungen und Wirtschaftshilfen könnten reduziert oder gestoppt und Sanktionen aller Art verhängt werden. Aber vor allem: Die griechische Grenze muss gesichert bleiben, egal, wie massiv der Ansturm und die Proteste von Flüchtlings-Willkommensgruppen in der EU werden."

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