Kommentar "Neue Osnabrücker Zeitung": Libyen

Die "Neue Osnabrücker Zeitung" schreibt zum Libyen-Konflikt:

"Die Fronten im Land sind verhärtet, zu viele Player mischen mit. Und die Europäer haben sich bei der Konfliktbeilegung bislang nicht mit Ruhm bekleckert ? sei es aus Machtlosigkeit, Desinteresse oder Uneinigkeit. Wer aber den Aufbau einer libyschen Küstenwache mit viel Geld und Gerät unterstützt, sollte auch dafür Sorge tragen, dass politische Stabilität einkehrt. Noch ist die Gefahr groß, dass Libyen ? ähnlich wie Syrien oder der Jemen ? zum Schauplatz eines Stellvertreterkrieges anderer Länder wird. Das zu verhindern ist nicht leicht. Denn Russland und die Türkei, die zuletzt versucht haben, zwischen den Bürgerkriegsparteien zu vermitteln, verfolgen in Libyen ebenfalls höchst eigene Interessen."

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