Kommentar "Neue Osnabrücker Zeitung": Machtkampf in Venezuela

Die "Neue Osnabrücker Zeitung" schreibt zum Machtkampf zwischen Regierung und Opposition in Venezuela:

"Was nutzt die breite internationale Empörung über die Entmachtung des Parlaments in Caracas, wenn das Öl aus dem südamerikanischen Land weiter ins Ausland fließt? Mit jedem Liter wird der Verfall Venezuelas hinausgezögert und damit sowohl das Leiden der Bevölkerung als auch die Präsidentschaft Maduros verlängert. Selbst wenn sich nun Teile einer Justiz gegen ihn gestellt haben, die bislang allein Instrument zum Machterhalt war: Maduro kann sich bislang immer noch auf die bedingungslose Loyalität des Militärs verlassen. Kein Wunder, kontrolliert die Spitze der Armee doch die Ölreserven des Landes und verdient am Verwalten des Rohstoffs kräftig mit. Ein Sturz des Präsidenten wäre für die Militaristen gleichbedeutend mit einem Verlust von Einfluss und Geld."

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