Kommentar "Neue Osnabrücker Zeitung": Mehrwertsteuer

Die "Neue Osnabrücker Zeitung" kommentiert die Mehrwertsteuer in Deutschland:

"Wann in Deutschland welcher Mehrwertsteuersatz gezahlt wird, grenzt mitunter ans Absurde. Da ist Kartoffel nicht gleich (Süß-) Kartoffel und beim Kaffee Pulver, Bohne oder der Milchgehalt entscheidend. Ähnlich bei Weihnachtsbäumen: Werden sie an einem der Supermarktstände gekauft, werden 7 Prozent Steuern fällig. Kommt der Baum vom Bauern, können es zwischen 5,5 und 10,7 sein. Diese Unterschiede sind niemandem zu vermitteln. Insofern ist es richtig, dass der Bundestag unter anderem mit Menstruationsartikeln und elektronischen Büchern und Zeitschriften beginnt, mehr Klarheit in den Steuerwahnsinn zu bringen. Doch wo genau liegt jetzt bei Hygieneartikeln die Abgrenzung? Warum ist mit Tampons und Damenbinden nun ein Handelsgut mit dem ermäßigten Steuersatz belegt, Toilettenpapier oder Seife aber nicht? Es braucht eine grundlegende Reform. Diese Chance hat die Politik vertan."

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