Kommentar "Neue Osnabrücker Zeitung": Reform der Nato

Die "Neue Osnabrücker Zeitung" schreibt über die Forderungen nach einer Reform der Nato:

"Die Nato als 'hirntot' zu bezeichnen ist überzogen und eine leicht zu durchschauende Spitze Macrons gegen die USA. Frankreichs Präsident hat damit aber durchaus eine überfällige Debatte angestoßen. So ist es richtig, wenn Außenminister Heiko Maas die politische Weiterentwicklung des Bündnisses anmahnt. Es sind aber die Mitglieder selbst, die dafür sorgen, dass das Vertrauen in das Bündnis sinkt. Wissen die Partner überhaupt noch, was sie in einer Welt gekündigter Abrüstungsverträge, asymmetrischer und technologisch immer raffinierterer Kriegsführung und militärisch erstarkender Chinesen aneinander haben? Ein Bündnis, das sich allein über die russische Bedrohung legitimiert, hat keine zukunftweisende Strategie. Es gilt, ein gemeinsames Verständnis von Sicherheitspolitik im 21. Jahrhundert zu erarbeiten. Nur wenn die 29 Mitglieder mit einer Stimme sprechen, bleibt die Nato stark."

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