Kommentar "Neue Osnabrücker Zeitung": Schweizer Steuerspionage

Die "Neue Osnabrücker Zeitung" schreibt zum Auffliegen eines mutmaßlichen Schweizer Spions in der Finanzverwaltung von Nordrhein-Westfalen:

"Da soll ein Schweizer Spion Informationen über deutsche Steuerfahnder gesammelt haben, damit die Schweizer Justiz Haftbefehle gegen die deutschen Beamten erlassen kann. Ein neuer Höhepunkt im Empörungswettstreit zwischen der Bundesrepublik und der Eidgenossenschaft. Am Anfang stand die Empörung der einen Seite darüber, dass deutsche Steuergelder auf Schweizer Konten versickerten. Die Gegenseite reagierte eingeschnappt, weil etwa das Land NRW das Schweizer Bankgeheimnis durch den Ankauf von Steuer-CDs aushebelte. Nun der Agentenverdacht, der im ersten Moment vor allem skurril klingt. Dabei taugt er nur bedingt als Aufreger, denn der bilaterale Empörungswettbewerb neigt sich dem Ende zu. Ab dem nächsten Jahr sollen nämlich alle EU-Mitgliedstaaten weitreichende Informationen über die Konten ihrer Bürger in der Schweiz erhalten."

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