Kommentar "Neue Osnabrücker Zeitung": Windenergie

Die "Neue Osnabrücker Zeitung" schreibt zur Lage der deutschen Windenergie-Industrie und zu Enercon:

"Keine Frage: Die Politik hat mit ihrem Hin und Her großen Anteil an Boom und Krise der Windbranche. Dieser politische Zickzackkurs hat auch mit Widerständen im Süden Deutschlands zu tun. Dort sehen viele die Windkraft als Versuch des Nordens, ihnen mit durch Staatshilfen teuer erkaufte billige Energie Industrie abspenstig zu machen. Doch die Krise bei Enercon ist auch hausgemacht: Angesichts fetter Umsätze im Inland hat die einstige Garagenfirma Reformen vernachlässigt. Zudem verscherzte es sich das Unternehmen in guten Zeiten ohne Not mit den als lästig empfundenen Gewerkschaften und der Politik. Noch können die deutsche Windkraft und Enercon trotz verlorener Jobs die Kurve kriegen. Dazu braucht es aber drei Dinge: eine verlässliche Politik, ein gesellschaftliches Bekenntnis zur Windenergie und eine Enercon, die sich öffnet und neu erfinden will."

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