Kommentar "Neues Deutschland": Entschädigung von NS-Ghettoarbeitern

Die Zeitung "Neues Deutschland" schreibt zur Entschädigung von NS-Ghettoarbeitern durch den deutschen Staat:

"Die Entschädigung der Opfer des Faschismus in der Bundesrepublik ist eine endlose, blamable Geschichte der Verweigerung. Dazu zählt auch die Entschädigung jener Menschen, die in den Ghettos der Nazis arbeiteten. Millionen Juden, Sinti und Roma fristeten dort ihr Dasein, Hunderttausende schufteten als billigste Arbeitskräfte. Die bürokratische Unterscheidung, wo der Zwang zur Arbeit begann, ist gegenüber diesen Menschen zynisch. Jahrzehnte dauerte es jedoch, bis die Bundesrepublik wenigstens Rentenansprüche akzeptierte. (...) Der Staat praktiziert hier eine erinnerungspolitische Schwarze Null. Sie zeigt sich im Gebot der Verweigerung, der Verzögerung. Und des Verschweigens: Wer weiß, wie viele Berechtigte nichts wissen vom 'Rentenersatzzuschlag'."

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