Kommentar "Neues Deutschland": Merkel und Seehofer

Die Zeitung "Neues Deutschland" aus Berlin kommentiert das Verhältnis von CSU-Chef Horst Seehofer zu Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU):

"Gern wird der Vergleich mit dem Zirkus bemüht, wenn über Politik geurteilt wird. Nicht von ungefähr. Auch in der politischen Arena gibt es Zauberer, Artisten, Dompteure, Clowns. Und Schlangenmenschen wie Horst Seehofer. (...) Seit Angela Merkel ihre vierte Kanzlerkandidatur ansteuert, gibt der Hüne aus Bayern ihren größten Fan und hat kein Problem damit, derlei Verrenkungen auch energisch von den Seinen zu verlangen. Was die einen peinlich nennen, gilt andern als genial. Dabei ist es profaner. Nachdem CSU-Ehrenvorsitzender Theo Waigel angekündigt hatte, für Merkel eine Wählerinitiative zu gründen, bekam Seehofer erstmals ernstzunehmende Gegnerschaft in den eigenen Reihen. Und die kann er sich nicht leisten, weil er entgegen früheren Erwägungen doch gern im Politzirkus bleiben will. Also: Manege frei für seine nächste akrobatische Übung. Womöglich im Herbst 2017. Spätestens vor der Bayernwahl 2018."

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