Kommentar "Neues Deutschland": Seenotrettung

Die Tageszeitung "Neues Deutschland" schreibt zum Freispruch des Kapitäns der 'Lifeline':

"Claus-Peter Reisch bekam nun vom Gericht bestätigt, dass er nichts falsch machte, als er Leben rettete. Der nächste Prozess wartet auf ihn, diesmal in Italien, wo es um viel mehr Geld geht. Trotzdem, dass Reisch freigesprochen wurde, kann man feiern. Denn das Verfahren sollte vermutlich eine Lektion für Freiwillige werden, Menschen auf dem Mittelmeer nicht mehr mit eigenen Schiffen zu helfen. Jetzt ist es eine Lektion für Behörden und Staatsanwälte geworden, die sich Freiwilligen in den Weg stellen. Immer wieder behindern Behörden in Malta, Italien und Griechenland Hilfsorganisationen beim Retten. Im Einklang mit Stimmen aus ganz Europa. Mit überzogenen Dokumentkontrollen, mit Beschlagnahmungen von Schiffen, in der Hoffnung, zivile Seenotrettung zu unterbinden. Aber so sehr sie immer wieder versuchen, etwas zu finden, was für eine Verurteilung reicht, es scheint nicht zu klappen."

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