Kommentar: Der Ort ist das kleinste Problem bei Herthas Stadionfrage

An diesem Donnerstag werden die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie präsentiert.

Hertha BSC ist weder reich (innerhalb der Fußball-Bundesliga zumindest nicht), noch sportlich sexy (an den letzten Titel kann sich höchstens Uropa erinnern). Dennoch wird dort nun über ein neues, ein reines Fußballstadion nachgedacht – und das ist auch gut so!

Es wäre sogar unverantwortlich, es nicht zu tun. Der Trend zum eigenen Stadion ist im Topbereich des Fußballs weit fortgeschritten, dieser Posten wird den Wettbewerb künftig stark beeinflussen. Wer nicht länger in Miete, Pacht oder Baufinanzierung investieren muss (und womöglich die Namensrechte verkauft), kann pro Saison bis zu achtstellig mehr Geld in seine Mannschaft stecken – und dieses schießt nun mal auch Tore dann.

Das Berliner Olympiastadion wurde einst zu Propagandazwecken gebaut. Selbst bei der Renovierung für die WM 2006 wurde eher ans Prestige gedacht als an die kommenden Hertha-Bedürfnisse. Eine Hauptstadt denkt immer an die großen Feste, und ein weißer Elefant ist die riesige Betonschüssel dank DFB-Pokalfinale, der anstehenden Leichtathletik-EM 2018 und auch Hertha ja nie geworden. Dafür Wahrzeichen. Es bietet nur eben nicht das Optimum für Hertha, ohne die die Kostenkalkulation des Senats als Eigentümer aber nicht mehr aufginge. Deswegen ist von ihm mit Entgegenkommen oder Unterstützung nicht zu rechnen – völlig zu Recht übrigens, das wäre keinem Wähler reskeptive Steuerzahler plausibel zu erklären.

Ein strategischer Partner ist zwingend notwendig

Da Hertha ein solches Projekt aber nicht allein stemmen kann, ...

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