Kommentar zu Plänen der Bundespolizei in Köln: Bloß kein ewiges Provisorium

Die Bundespolizei will in Container am Kölner Hauptbahnhof ziehen.

Bei „Provisorium“ denkt der Kölner unweigerlich an den Musical-Dome am Rhein, auch „die blaue Mülltüte“ genannt. Nicht besonders schön, sollte eigentlich auch nur vier Jahre stehen, inzwischen sind es 21. Jetzt will die Bundespolizei ein „Provisorium“ vor dem Bahnhof errichten, einen zweistöckigen Containerzweckbau, einen Steinwurf vom Dom entfernt, für ungefähr drei Jahre.

Man könnte nun Schlimmes befürchten. Die Dom-Umgebung wird gerade für viele Millionen Euro aufgehübscht, der Bahnhofsvorplatz ist der wohl belebteste Platz der Stadt. Und nun kommt ein schmuckloser Hochcontainer – für viele Touristen das erste und letzte, was sie von Köln sehen. Es gibt keinen schlechteren Ort für ein ewiges Provisorium.

Keine bessere Lösung in Sicht

Aber: Der Bundespolizeipräsident versichert, der Container sei nur eine Zwischenlösung bis zum großen Wurf, dem geplanten Umzug in die jetzige Buchhandlung Kösel. Vieles spricht dafür, dass das stimmt. Auch die Beamten wollen wohl nicht auf Dauer in einem Provisorium arbeiten. Zudem ist keine bessere Lösung in Sicht. Die stickige Wache platzt aus allen Nähten. Mitarbeitern und Reisenden, die hier stranden, weil sie bestohlen, beraubt oder verprügelt wurden, sind die Zustände nicht zuzumuten. Im Bahnhof selbst sind keine geeigneten Räume frei. Und weil die Bundespolizei nun mal für den Bahnhof zuständig ist, kommt höchstens noch ein Umzug direkt vor die Tür infrage.

Ob vor dem oder im Gebäude – Landespolizei, Ordnungsamt und die Deutsche Bahn sollten sich an dem Projekt beteiligen. Austausch und Abstimmung untereinander würden verbessert, Reisende und Kölner hätten eine zentrale Anlaufstelle für alle Fragen. Ein „Sicherheitszentrum“ am Hauptbahnhof – eine gute Idee....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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