Kommentar zum Populismus: Nur in Deutschland haben Pro-Europäer die große Mehrheit

Die Bundesregierung muss mehr für eine attraktivere europäische Gemeinschaft tun.

In Deutschland haben die Pro-Europäer die große Mehrheit. Deshalb muss die Bundesregierung mehr für eine attraktivere europäische Gemeinschaft tun – und nicht nur auf den eigenen Vorteil schauen.

Nun also auch noch einmal Großbritannien. Nach der Türkei, nach Frankreich noch ein großes Land, in dem es in einer Volksabstimmung in diesem Jahr neben den jeweiligen innenpolitischen Themen wieder vor allem um eine Frage geht: Wie stehst Du zu Europa? Es wiederholt sich ein Muster, nach dem derzeit in vielen Ländern die Wahlen ablaufen. Populisten schüren die Abneigung gegen ein vereintes Europa und versammeln damit Millionen Bürger hinter sich. In Italien, in Österreich, in Holland, in Großbritannien, in Frankreich.

In Deutschland kämpfen zwei überzeugte Europäer um die Spitze

Nur in Deutschland bietet sich ein grundsätzlich anderes Bild. Hier kämpfen bei der Bundestagswahl im September mit Angela Merkel und Martin Schulz zwei überzeugte Europäer um die Mehrheit, und bis auf die AfD haben auch die anderen Parteien europafreundliche Programme. Der voraussichtlich überschaubare Stimmenanteil der AfD zeigt, wie wenig man in der Bundesrepublik mit diesem Thema gewinnen kann. Ein Grund dafür liegt in der Geschichte. Im kollektiven Gedächtnis der Deutschen ist das Wissen um das Unheil, das die Nationalsozialisten mit ihrem aggressiven Chauvinismus über unser Land und seine Nachbarn gebracht haben, noch fest verankert.

Ähnliches gilt übrigens auch für Griechenland und Spanien, ebenfalls Länder mit bitteren Diktatur-Erfahrungen. Auch hier wissen die Menschen, dass sie in einem gemeinsamen Europa besser aufgehoben sind als in einem nationalistisch abgeschotteten Staat. Deshalb finden europafeindliche Populisten hier...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

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