Kommentar "Die Presse": Anschlag auf BVB-Bus

"Die Presse" aus Wien kommentiert die Reaktionen auf den Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund:

"Diese Reaktion dokumentiert, dass Sportereignisse, neuerdings auch vermehrt Fußballspiele, im Fachjargon zwar 'weiche Ziele' sein mögen. Aber die Menschen, die man dort trifft, die Spieler und die Fans, sind emotionale Belastungen gewohnt. Und wissen damit umzugehen. (...) Insofern können Fußballfans auf so eine Bedrohung vielleicht rascher reagieren als andere Gruppen: Sie lassen sich nicht kleinmachen. Es ist eine alte Leier, sie hat aber Bestand. Was 1972 mit dem plumpen Satz 'The Games must go on' noch so erschütternd klang, ist in der Gegenwart der weiterhin einzig gültige Leitfaden. Der Preis ist allerdings sehr hoch: Abwehrraketen, Militär und Maschinengewehre sind zum Fixbestandteil großer Sportspektakel geworden. Aber solange die Stadien voll und sicher sind, solange die Fans sich nicht abschrecken lassen, ist dieser Aufwand auch nicht vergebens."

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen