Kommentar "Rheinpfalz": Impfpflicht

Die "Rheinpfalz" aus Ludwigshafen schreibt ebenfalls über die beschlossene Einführung der Masern-Impfpflicht:

"Es geht hier nicht um eine Privatsache. Wer sich impft, also nicht Überträger der Krankheit werden kann, schützt auch andere, die (wie Säuglinge) aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können. Doch muss es deshalb eine Impfpflicht sein? Manche Fachleute fürchten, dass dadurch erst der Widerstand gegen das Impfen angefacht würde, dass Kinder auf sogenannten Masern-Partys absichtlich angesteckt würden. Es gäbe einen anderen Weg, zu dem immerhin Ansätze in dem neuen Gesetz stehen: Der öffentliche Gesundheitsdienst müsste regelmäßig in die Kindergärten und Schulen gehen und dort Reihenimpfungen anbieten. Das wäre natürlich ein freiwilliges Angebot, es würde aber wahrscheinlich schon ausreichen, um die angestrebte Impfrate von 95 Prozent zu erreichen."

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