Kommentar "Süddeutsche Zeitung": Demokratie

Die "Süddeutsche Zeitung" schreibt über den Zustand der Demokratie und des gesellschaftlichen Dialogs in Deutschland:

"Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Justiz, Medizin und Medien brauchen einen Sinneswandel, eine innere Reform. Das Rausgehen und Reden muss wichtiger werden als das Knüpfen von Seilschaften, um sich gegenseitig hochzuziehen und so Karriere zu machen. Gemeinschaftssinn statt Egoismus, das ist überlebenswichtig für Demokratien. Sonst ist es irgendwann zu spät, sonst stehen die Grundrechte irgendwann nur noch auf dem Papier, weil sie nicht mehr gelebt werden. Weil sich sonst immer mehr Menschen heimatlos fühlen im eigenen Land und falschen Heilsbringern hinterherlaufen. (...) Mit dem Miteinanderreden alleine ist es auch nicht getan. Das kann nur der Anfang sein, um gemeinsam die kleinen und vor allem großen Probleme zu lösen; um eine gerechtere Welt zu schaffen, die nicht aus den Fugen gerät. Die Basis dafür aber sind viele, viele ernsthafte und offene Dialoge."

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